Waysides und Regen – Tag 64: Meile 913 – 941

Heute Morgen war es trocken! Sogar mein Zelt war überhaupt nicht nass. Nur der Schlafsack ist etwas klamm – es war ja jetzt schon die zweite regnerische Nacht.

Mein IT Band hat sich über Nacht zum Glück erholt, heute habe ich nochmal extra darauf geachtet, nicht x-being zu laufen.

Der Himmel war wolkenverhangen – es war angenehm zu laufen, es waren bestimmt nur 20 Grad.

Die Meilen kamen heute auch schnell – schlecht! Das Restaurant auf dem Weg öffnet erst um 12 Uhr, wenn ich so weitergelaufen wäre, käme ich schon um 11 Uhr an. Ich habe dann noch einen kleinen Abstecher zu einem Laden gemacht und meinen Resupply aufgefüllt.

Von dem Laden aus ging es dann zur Lodge mit dem Restaurant. „Tut uns leid, das Restaurant hat geschlossen“ Waaaas 😱 „Aber der Tap Room hat geöffnet, dort wird das gleiche Essen serviert wie normalerweise im Restaurant“ Hurra 🥳 wo ich esse, ist mir egal.

Im Tap Room hatten ein paar andere Hiker schon eine Ecke mit Steckdosen in Beschlag genommen. Für mich gab es heute eine Pizza.

Um 13h bin ich dann weiter – falls ich heute Abend keine Campsite finde, muss ich zum Shelter laufen, das war noch 15 Meilen entfernt. Eigentlich möchte ich keine 28 laufen.

Kaum war ich losgelaufen, fing es an zu regnen, na klasse. 8 Meilen später kam ich an einem weiteren Restaurant vorbei – wollte aber nicht zu spät beim Shelter abends ankommen und bin daher weitergelaufen. Noch 7 Meilen.

Eine Meile nach der Lodge, in der ich ja auch hätte übernachten können, fing der Bunion an zu schmerzen, nicht zu knapp. Immer wenn ich auf einen Stein getreten bin, zuckte ich zusammen. Dummerweise war das nächste Wasser erst in 5 Meilen.

So humpelte ich durch die Gegend, vorbei an wunderschönen Aussichtspunkten, die – wie immer – in der Wolke hangen. Ich konnte zwar mein Wasser auffüllen – danach begann aber einen No-Camping Area, also humpelte ich weiter zum shelter. Dort waren zum Glück nur drei andere, nette Hiker. Da ich wusste, dass die anderen heute spät im Shelter ankommen werden, Habe ich mein Zelt aufgebaut. Ich hab auch keine Lust, dass der Wind dreht und ich wieder im Shelter nass geregnet werde.

Hier im Zelt ist es allerdings auch nicht supertrocken – der harte Regen spritzt hoch, wenn er auf dem Boden landet, und kommt somit bis ans Innenzelt. Ich habe den Rand des Zeltes mit Blättern ausgelegt, hoffentlich hilft das etwas.

Morgen soll es den ganzen Tag weiter regnen, Hurra! Meine Füße sind auch nach einer Stunde im Zelt noch nass aufgeweicht, ihgitt. Übermorgen bin ich aber auf jeden Fall im Trockenen.


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