Auf nach Amerika!

Die erste Woche in den USA ist schon vergangen – die Zeit fliegt! Wieder mal lief nicht alles nach Plan. Flug und Einreise sind diesmal glatt gelaufen – bei der Immigration war ich diesmal in zwei Minuten durch – meine ganzen Zusatz Dokumente wollte niemand sehen, war ja klar.

Eigentlich wollte ich die erste Nacht in Atlanta verbringen und dann am nächsten Morgen ausgeruht die 5 Stunden zu Jay fahren. Allerdings war ein schwerer Schneesturm mit Temperaturen unter -15C angekündigt. Was ist besser? Mit Jetlag fahren oder auf Eis? Ich habe den Jetlag gewählt. Um möglichst viel Bei Tageslicht zu fahren, bin ich sofort nach der Einreise los – ohne funktionierende SIM-Karte, Jay hat mich über den inreach getrackt und die Karten hatte ich vorher auf Google runtergeladen. Mit genügend Koffein ging es auch ganz gut – nur einmal nach dem Tanken hat mich Google durch zwielichtige Gegenden und nicht existierende Straßen geschickt.

Irgendwann um 5 Uhr morgens deutscher Zeit bin ich dann in irgendeinem Staat bei Jay angekommen. 😍 Vier Staaten in sechs Stunden – das geht nur an der Ostküste 😅

In der Nacht hat es total angefangen zu schneien – morgens war alles Schneebedeckt – das Auto mussten wir erstmal mit nem Besen vom Schnee befreien. Zum Glück war der Schotterweg gestreut – es ging sehr steil runter – am Abend zuvor hatte mein Corolla arge Probleme, überhaupt den Weg hoch zu kommen.

Zum Glück war es morgens noch warm, so dass wir es ohne Blitzeis zum AirBnB geschafft haben.

Die Woche mit Jay ist viel zu schnell vergangen – gestern habe ich ihn schon wieder auf dem Trail abgesetzt, als plötzlich drei Autos stoppten und eine Horde älterer Frauen mit erhobenen Handys auf uns zugestürzt kam. „Jaaaaaaayyyyy!“ Offensichtlich ist mein Freund jetzt berühmt – die Damen sind wohl die größten Fans seines YouTube Kanals 🙈 Fotos, Videos… würde mich nicht wundern wenn demnächst jemand nach einem Autogramm fragt.

Nachdem ich Jay abgesetzt habe, bin ich nach Alabama gefahren. Autofahren in den USA bei Max. 120kmh ist echt entspannt – vielleicht ist ein Tempolimit keine schlechte Idee. Einmal volltanken kostet hier auch nur 30$ – obwohl die Preise auch ordentlich gestiegen sind.

Am Nachmittag bin ich dann in Birmingham bei Soon angekommen – mit ihm bin ich 2017 in Bolivien Bergsteigen gewesen – verrückt dass es schon fünf Jahre her ist! Das war schon ein krasser Trip mit fünf Gipfeln in 10 Tagen, zwei über 6.000m – die Fitness hätte ich jetzt gerne.

Bei Soon ist jetzt auch meine ganze Ausrüstung, die Jay geschickt hatte. Bis tief in die Nacht habe ich den neuen Rucksack gepackt. Es gibt diese Jahr neben dem Rucksack noch zwei weitere Größe Änderungen: ich habe meinen Geliebten Western Mounteneering Schlafsack gegen einen Enlightened Equipment quilt getauscht. Der ist leider etwas groß geraten – lt. Angaben auf der Website bin ich small und Short, aber extra klein wäre wohl besser gewesen.

Und dann probiere ich neue Schuhe aus! Hookah Speedgoat. Brooks hat wieder so viel an dem Schuhen geändert… und letztes Jahr war es viel zum schlechten, mit Löchern bereits nach 300 Meilen wo die Schuhe auf dem PCT locker 500 Meilen gehalten haben. Wenn es mit den Schuhen nicht passt, gibt es in den ersten 100 Meilen viele Outfitter, bei denen ich wechseln kann.

Und morgen geht es dann schon los – heut Nachmittag fahre ich zurück nach Atlanta und gebe den Mietwagen ab, fahre mit der UBahn zum Hotel. Morgen früh um 0730 holt mich mein Shuttle ab und gegen 10 Uhr morgens geht es dann schon los!

Jay hat insgesamt 470 Meilen Vorsprung. Pro 10 Tage kann ich wahrscheinlich 50 Meilen aufholen, Anfang Juli müsste ich ihn dann einholen, so dass wir den letzten Abschnitt zusammen laufen.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s