Wyoming Basin – Tag 43: Meile 1722 – 1705

Achtung, ich bin ja in den Norden gesprungen, daher laufe ich jetzt bei einer ganz anderen Meilenzahl weiter. Zudem habe ich die Richtung geändert – auf den nächsten 200 Meilen geht es von Norden nach Süden.

Heute Morgen ging es Jay zum Glück wieder besser und wir sind gegen 11 Uhr losgefahren zum Start des FlipFlops. Unterwegs hab ich mir noch ein großes Milkshake und ein McDonalds Menü geholt. Ich kann doch hier im Land der Superlative nicht abnehmen!

Um 14h waren wir erst am Trailhead – egal, ich hatte für heute eh nur 10 Meilen geplant. Es ist komisch….

…. Konnte gestern Abend nicht mehr weiterschreiben da das Handy Display Mega-Motten angelockt hat, die das Zelt von außen bombardierten 😅

Auf jeden Fall war es komisch, plötzlich in einer ganz anderen Landschaft anzukommen, normalerweise ändert es sich ja langsam während des Laufens.

Gleich nachdem Jay mich ausgesetzt hatte, lief mir schon die erste Pronghorn-Antilope über den Weg. Ansonsten ist die Landschaft sehr weit offen.

Die Wegmarkierungen waren recht spärlich, ich musste immer wieder querfeldein zurück zum Trail laufen.

Irgendwann war dann gar kein Trail mehr zu erkennen – und lt. Guthooks sollte das auch die nächsten 10 Meilen so weitergehen. Schon nach einer viertel Meile waren meine Beine recht zerkratzt.

Als Alternative gab es dann wieder einen Roadwalk – die 10 Meilen vergingen schneller, als ich dachte und ich erreiche den Fluss, in dessen Nähe ich zelten wollte.

Grade hatte ich mein Zelt aufgeschlagen, da kam ein grimmiger Bulle vorbei und hat ein paarmal böse geschnaubt – wahrscheinlich hab ich seinen Lieblingsplatz in Beschlag genommen.

Plötzlich krabbelte was an meinem Bein… Ihgitt, eine Zecke! Jetzt geht das los… danach war ich erstmal damit beschäftigt, meinen Rucksack und mich auf Ungeziefer zu untersuchen. Gott sei Dank hatte ich die Straße genommen anstatt mich durchs Gebüsch zu schlagen!

Als ich dann endlich hoffentlich zeckenfrei im Zelt war, heulten nicht weit von mir die Coyoten. Und dann legten halt die Motten los – mitten in der Natur zu sein ist ja immer so idyllisch 😅


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