Malpais – Tag 24: Meile 430-453

Und wieder einmal stand heute erstmal wieder ein 16 Meilen langer Roadwalk an. Diesmal war es etwas unterhaltsamer, da alle sechs Leute, die gestern bei der TLC Ranch übernachtet haben, weitergelaufen sind.

Ich bin etwas besorgt, wie es in Colorado weiter gehen soll- dort liegt anscheinend noch richtig viel Schnee – und in etwa 3 Wochen bin ich bereits in Pagosa Springs – mal schauen, wie dann die Lage ist. Ich würde nur ungern FlipFloppen und Colorado später laufen.

Für die nächsten 60 Meilen gibt es keine aktuellen Wasser-Updates. Jay wollte da aber sowieso mit dem Auto langfahren und hat dann auch gleich die Tanks gecheckt und mir eine Nachricht auf meinen inreach geschickt. Ich konnte dann die Info an die anderen Hiker weitergeben – umständlich aber funktioniert.

Nach 15 Meilen gab es die erste gute Wasserquelle – eine solarbetriebene Kuhtränke. Das Kuhwasser war sehr lecker und frisch.

Dann gab es einen spannenden Abschnitt: anstatt Schotterstraße bin ich entlang des Highways gelaufen, aufregend.

Und dann hab ich endlich mal wieder ein Stück erreicht, das ein echter Trail ist!

Allerdings habe ich mich zu früh gefreut, der Trail war echt anstrengend, entweder tief sandig oder gekraxel über Lavagestein. Ich bin verweichlicht und kenne nur noch ebene Straßen – jetzt ist meine ganze linke Ferse übersät mit Blasen – der Sand in den Schuhen war wohl nicht so gut. Malpais – eigentlich hätte ich mir sowas auch wohl denken können 🙈 Der Hike über das Lavagestein war aber ziemlich cool: man konnte genau sehen, würdige Lava geflossen ist und heute brechen die Bäume einfach so dadurch.

Kurz bevor ich die letzte Wassertränke erreicht habe, stand da plötzlich so ein Cowboy am Straßenrand und hat auf die Erde geschossen. Ich fühle mich ja unwohl wenn jemand in der Nähe mit dem Gewehr durch die Gegend schiesst. „Oh, hab ich Dich erschreckt?“ fragt er. Da war wohl eine grüne Mojave Klapperschlange, die giftigste Klapperschlange die hier eigentlich nichts zu suchen hat. Naja, jetzt gibt es eine weniger.

Mein Zeltplatz heut ist echt nicht gut: es gibt meilenweit nur plattes Land, total ungeschützt.

Am Horizon ziehen Wolken auf – im Falle eines Gewitters ist das Windrad der Tränke aber immer noch höher als ich Es gibt keinen unbewachsenen Flecken Erde ohne Gestein und das Gras ist sehr stickelig. Vorsichtshalber habe ich meine Regensachen unter die Luftmatratze gelegt – ich hoffe sehr, dass sie kein Loch bekommt.

Morgen werde ich wohl doch ein paar Meilen auf der Straße weiterlaufen, um den Blasen etwas Ruhe zu gönnen. Ab Meile 10 muss ich dann aber wieder auf den Trail.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s