Tag 19: Gila River Meile 77 – 104

Heute gabs nichts besonderes – ich habe den ganzen Tag auf Schotterstraßen verbracht, daher sind es auch so viele Meilen geworden.

Heute Morgen war es erstmal bitterkalt. Es hat zwar nicht gefroren, aber in der Nacht habe ich meinen Wasserfilter vorsichtshalber zu mir in den Schlafsack geholt. Das erste Wasser heute gab es aus nem lecker grünen Pool. Der Sawyer Squeeze bag leckt mittlerweile so krass, dass ich beim Filtern meinen Buff um den Sawyer wickel, damit das dreckige Wasser nicht ins gefilterte tropft.

Ich war froh, den grünen Pool genommen zu haben – der nächste war schokoladig- ein mix aus Kuhfladen und Matsch.

Heute standen erstmal 15 Meilen ohne Wasser an. Zum Glück meinte das Wetter es gut mit mir: es war etwas bedeckt und später windig, das konnte man gut aushalten. Der erste Abschnitt war ganz schön, ich war hoch oben auf den Kuhweiden unterwegs.

Anschließend ging es dann aber wie gesagt auf die Schotterstraße, sehr unspektakulär. Ich hab irgendwann Musik angemacht und bin nur noch gelaufen. Die Highlights waren die kurzen Gespräche mit Autofahrern, die angehalten sind.

Mittlerweile ist mein Hiker Hunger auch angekommen – noch könnte jetzt viel mehr essen, als ich dabei habe. Ich bin ständig hungrig. Nach Meile 17 sah ich in der Ferne einen dunklen SUV mit Cargobox, kurz hatte ich mich gefreut, aber Jay kann das nicht sein da er erst morgen in diese Gegend fährt. Aber der SUV hatte ein Solarpanel und war geliftet… und das Nummernschild aus Illinois? Das war die beste Überraschung heute. So konnte ich nicht nur eine kalte Fanta trinken, sondern auch meinen Squeeze bag tauschen und extra essen einpacken.

Vom Jay Stopp waren es noch 7 Meilen bis zum Wasser und Schlafplatz für heute. Allerdings waren die guten flachen Plätze von Kühen besetzt – und der Bulle hat schon so blöd geguckt, der wollte mich da nicht zelten lassen. Etwas weiter wollte ich Anhalten, aber da rannte dann ein Rudel Coyoten über die Straße…. irgendwann war ich dann fast bei der letzten Wasserquelle für die nächsten 22 Meilen – da bin ich dann halt noch die letzten Meilen gelaufen – dann muss ich zumindest nicht morgen früh in der Kälte Wasser Filtern. Oh man fast hätte ich das Wasser nicht erreicht: Der Wasserstand im Brunnen war schon recht tief, ich musste mich ganz schön lang machen 😀


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