Gila River Wilderness – Tag 11: Walnut Detour Meile 6-7 + Gila Detour Meile 0 – 21

Heute war ein anstrengender Tag – keine Ahnung wie viele Meilen ich insgesamt gelaufen bin – hab so oft den Trail verloren und dann ist die Meilenngabe bei der Gila Detour falsch – die elendig langen, endlosen Schwitchbacks sind als grade Linie eingezeichnet – ich schätze, dass es mindestens eine Meile mehr war. Mit dem Verlaufen also ca. 24 Meilen.

Die ersten Meilen führten heute über Forststrassen, das war ganz angenehm. Allerdings waren hier recht viele Wachhunde bei den Häusern im Einsatz – zum Glück waren die alle eingezäunt, die wollten nicht kuscheln. Für den Fall, dass mal einer frei herum läuft, hat Jay mir eine kleine Dose Pfefferspay geholt, die ich immer griffbereit habe.

Heute gab es endlich mal gute Bergaussichten! Es war total schön, so richtig im Wald zu laufen. Und die Bären sind auch schon wach – zumindest gab es viele Bären-Haufen auf dem Trail 💩

Zudem habe ich heute den ersten Bach überquert! Frisches Wasser, keine gammeligen Kuhtränken mehr!

Der Trail wurde richtig schön – ein Abschnitt war sehr offen mit einer tollen Aussicht auf das ganze Vulkangestein.

Plötzlich hab es Lärm im Gebüsch – da saß eine Mini-Eule! Keine Ahnung warum die mittags noch wach ist 😃 Ich habe mich heute auch im zweiten Trail Register eingetragen – schon krass, gestern waren hier total viele Wanderer unterwegs – und heute um 12h war nur einer vor mir da. [18 Wanderer gestern, hab heut Abend 2Tap noch getroffen – heute sind es nur 4 auf dem Trail]

Irgendwann fing der Weg an, durch ein Brandgebiet aus 2020 zu führen – anscheinend höchst lebensgefährlich. Angenehm ist es auf jeden Fall nicht, an den ganzen toten Bäumen vorbei zu laufen – manchmal kippen die ja auch um.

Der Trail war irgendwann nicht mehr zu erkennen – manchmal half noch ein Steinmännchen, aber oft gab es zu viele Spuren. Das war ganz schön nervig – und so verlaufen wie heute hab ich mich auf dem ganzen PCT nicht. Durch das Feuer gibt es einen neuen Weg, der alte ist nicht überall passierbar gewesen… ich bin dann irgendwann grob Luftlinie in die richtige Richtung gelaufen, und irgendwann gab es dann wieder einen sichtbaren Trail. Schön war das ganze nicht, es war glühend heiß und die aufgewirbelte Asche hat irgendwie einen komischen Geschmack im Mund hinterlassen.

Und dann ging es steil bergauf! Und das nicht zu knapp. Plötzlich habe ich viel viel mehr getrunken als üblich – so wird das Wasser nie bis zur nächsten Pfütze reichen. Irgendwann hab ich alle 15 Minuten einen kleinen Schluck genommen – und bergab brauche ich auch weniger Wasser. Zum Glück gab es dann aber doch schon recht bald ein paar Pfützen, im sonst trockenen Bach,die auf der Karte nicht markiert waren, das beste Wasser der Welt!

Der letzte Abschnitt war wie anfangs gesagt viel länger als geplant, da die Switchbacks nicht auf der Karte eingetragen waren – nervig! Fast horizontal, manchmal sogar bergauf musste ich ewig im Zickzack laufen. Der pinken Guthooks Alternative ist nicht zu trauen – die Strecke ist viel zu kurz eingetragen, es gibt keinen direkten Weg nach unten ohne Switchbacks.

Es war zwar ein längerer Weg als geplant – aber die Aussicht auf den Canyon die man immer wieder hatte war total schön!

Aber dann bin ich endlich beim Sapillo Creek angekommen, keine Menschenseele weit und breit. Nur der 2tap ist mit Sweep noch zum nächsten Campspot vorbeigelaufen. Ich bin eigentlich zu nah am Fluss – aber es ist der einzige geeignete Campspot ohne unter toten Ästen zu schlafen. Hatte erst überlegt, noch etwas weiterzulaufen – allerdings sind die nächsten Campspots auch alle zu nah am Wasser. Nach dem langen Tag konnte ich auch nicht mehr viel weiter laufen.

Morgen steht dann der Gila River an – den muss ich ca. 53x kreuzen. Zum Glück ist der Wasserstand in diesem Jahr extrem niedrig. Und Morgen soll es warm werden. Ich bin gespannt!


2 Gedanken zu “Gila River Wilderness – Tag 11: Walnut Detour Meile 6-7 + Gila Detour Meile 0 – 21

  1. Hi Tina Pocket Rocket
    Lesley and I are working on a campsite in Cornwall this summer. I thought of you and decided to check ‘wo-ist-tina’ to see if you got into the US for a CDT thru-hike. The online translation into English is pretty good. So you are in NM and you have started the CDT. Wow, that’s amazing. I’m impressed and feel so glad for you. I really, really hope you eventually get to Canada (with continuous footsteps and no skips of course). Needless to say I wish I was on trail too. My summer (this year) will be spent mowing grass, trimming hedges and cleaning toilets/showers!!! But at least I’ll now have your blog to follow whenever I need something completely different (and inspiring) to think about. Good luck Tina and my very best wishes to you and Jay.
    Straight Mike

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    1. Thank you Straight Mike! Just arrived in Grants after 10 days of hiking without a zero. I’ll probably have to flip flop a lot due to the snow on Colorado but I really do hope to hike every mile. Enjoy mowing the grass – you’ll have a lot of time to dream about future adventure 😉

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