Olib – Irgendwo in der Adria đŸ‡­đŸ‡·

Normalerweise spare ich mir das Beste gerne fĂŒr den Schluss auf – ich befĂŒrchte, dass wir diesmal die schönste Insel gleich am Anfang gefunden haben.

Die FĂ€hre von Zadar nach Olib dauert zwei Stunden. Unterwegs stoppt sie an zwei weiteren Inseln: Premuda und Silba. UrsprĂŒnglich wollten wir gerne nach Silba, allerdings war dort alles ausgebucht. Durch Zufall hab ich dann auf AirBnB ein schönes Apartment auf Olib entdeckt. In Silba sind fast alle Passagiere ausgestiegen – ich wurde schon etwas nervös da wir zwischenzeitlich niemanden mehr auf dem Boot entdecken konnten. Aber je weniger Menschen nach Olib fahren, umso besser.

Auf Olib hat uns der Vermieter mit einem kleinen Moped abgeholt, um unser GepÀck auf den kleinen AnhÀnger zu laden. Olib ist eine autofreie Insel, daher sieht man höchstens ein paar Golfcarts, Mopeds und eBikes.

Die Insel ist recht klein – 9km lang, 6km breit, also konnten wir alles gut zu Fuß erkunden. Um den Ort zu durchqueren braucht man sowieso nur 10 Minuten, die lĂ€ngste Strecke dauert 1,5h zu Fuß. Im Sommer leben in normalen Jahren 140 Menschen auf der Insel.

Es gibt vier Restaurants, wovon zwei aufgrund der coronabedingten niedrigen Nachfrage geschlossen haben. Zudem gibt es einen winzigen und einen kleinen Supermarkt, die aber alles haben, was man benötigt. Morgens gab es sogar frisch gebackenes Brot. Am ersten Abend waren wir in dem Restaurant am Hafen essen.

Dort war ich etwas ĂŒberfordert, nachdem wir unser trinken bestellt hatten, wollten sie wissen, was wir essen möchten. Aber es gab keine Karte! Wir haben dann einfach irgendwas mit Fisch bestellt, das war alles irgendwie irgendwas mit Fisch. Bei Jay kam dann auch ein Fisch an, ich dachte ich bekomm Tintenfischringe aber auf meinem Teller war so ein komisches Tier – ein Kalmar. Es war etwas komisch so etwas tentakeliges zu Essen, aber es schmeckte so gut! Zum Zwei-Jahrestag waren wir gleich noch einmal dort.

Auf der Insel ist nicht viel los. Die Straßen sind meistens menschenleer. Es gibt mehrere Pfade, die zu den verschiedenen menschenleeren StrĂ€nden fĂŒhren.

An einigen Buchten lagen einige Boote, um windgeschĂŒtzt zu Ankern. Wir konnten immer etwas weiterlaufen und hatten dann StrĂ€nde ganz fĂŒr uns alleine. Manchmal mussten wir eine Stunde durch das Hinterland laufen – aber da waren wir auch die Einzigen, leicht an den vielen Spinnennetzen unterwegs zu erkennen, ich hab Jay mal lieber vorlaufen lassen 😉

Es war etwas gewöhnungsbedĂŒrftig, dass die ganzen Yacht- und Segelbootheinis mit ihrem Polo Shirts in der NĂ€he saßen und ĂŒber die Hummerpreise diskutiert haben 😀 So ein Boot mag ja ganz schön sein, aber wenn man sich dann mit seiner Yacht die Bucht mit endlichen anderen teilen muss, versteh ich den Nutzen nicht so. Unser Apartment hatte eine kleine Dachterasse von der wir den ganzen Ort ĂŒberblicken konnten.

Als nĂ€chstes geht es in Richtung SĂŒden – da wird es leider keine so kleine Inseln mehr geben. Da nun ja aber Deutschland, Österreich, Slowenien, Italien und UK Kroatien als Risikogebiet einstufen und die Schule wieder los geht ist hoffentlich auch dort nicht so viel los.

Wir werden erstmal weiter in Kroatien bleiben – die Fallzahlen steigen grade ĂŒberall, da hilft es auch nicht wenn wir nach Irland, UK oder in die TĂŒrkei ausweichen wĂŒrden. Nach Deutschland einzureisen birgt immer noch das Risiko, dass der Grenzbeamte entscheiden könnte, dass die Beziehung nicht glaubwĂŒrdig ist. In der nĂ€chsten großen Stadt werde ich erstmal ein paar Fotos und Unterlagen als Beweismaterial ausdrucken – Sonntagsessen mit Rouladen und KlĂ¶ĂŸen bei Oma, Schweinshaxen in Bayern, Einkaufszettel vom Budni ĂŒber Putzlappen, Waschmittel, sogar einer Bratpfanne bon Jay, Bahntickets, Flugtickets mit unseren beiden Namen, ChatverlĂ€ufe von WhatsApp, seine deutsche Handynummer Registrierung…mehr können sich die Beamten ja eigentlich nicht wĂŒnschen. Nur Not wĂŒrde ich auch noch ein paar Augenzeugen angeben und wenn es hart auf hart kommt könnten wir auch zweistimmig ein Liebeslied vorsingen 😃


Ein Gedanke zu “Olib – Irgendwo in der Adria đŸ‡­đŸ‡·

  1. Der Freund meiner Kollegin war 40 Minuten nach der Landung gleich durch die Kontrolle. Die zwei sind aber auch schon vier Jahre zusammen und er hat eine Zeitlang in Deutschland mit ihr zusammengewohnt … Das klappt bei euch bestimmt auch! đŸ‘đŸ»

    GefÀllt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s