Kunst und Kitsch in Buenos Aires 🦋

Fußball, Essen, Friedhof und andere Gemäuer – und natürlich Kunst gibt es in Buenos Aires zu entdecken. Allerdings habe ich um die Kunstmuseen bisher einen großen Bogen gemacht – da hab ich ja irgendwie keine Zugang zu. Und ich will nicht wieder – wie damals in NY mit Anne – vor den ganzen Schnöseln in einem Lachflasch enden. Ich glaube ich bin ein ganz schöner Kunstbanause. 

Und mein Kunstgeschmack ist glaub ich genausoschlecht wie die meine Musik, die oh höre… irgendwie bin ich bei den Den 90er und Schlagern hängengeblieben 🙈
Richtig viel Geld aus dem Fenster geschmissen haben sie mit der Floralis Generalis, aber die ist schön: eine riiiiesengroße Blechblume deren Blüte sich morgens öffnet und abends schließt.


Evita sieht man natürlich auch überall, als Leuchtreklame wie sie grad einen Hamburger isst, als Graffiti- Sogar auf dem 100 Peso Schein. Das finde ich gut, irgendwann haben wir sicher auch mal so nen Merkel Hype in Deutschland. 


Am liebsten sind mir aber die parisischen Häuser – BA wollte genauso schön sein wie Paris, daher fragt man sich hier manchmal, wo man ist. Natürlich sind die Gebäude mittlerweile ziemlich abgerockt… aber wie in Hamburg auch stopft jeder sein kleines Balkönchen mit Pflanzen voll. Oder Wäsche. 



Sowieso ist Buenos Airs ein Mix aus allem: Pariser Häuser, Hamburger Hafen, Breite Straßen (27 Spuren‼️) wie in New York, Berliner Bären – manchmal weiß man gar nicht, in welchem Land man grade ist 😉


Und die U-Bahn Stationen hier sind schön – teilweise mit bemalten Fliesen, die werden allerdings grad restauriert.


Und die Straßenmusiker mag ich. Manche. Nicht die, die mit Verstärker, schwächer Stimmte und noch verstimmterer Gitarre aus einem Abendessen ne Disco machen. Aber schon die, die es draufhaben, mit Saxophon oder Girarre, bei denen man freiwillig stehenbleibt und nicht beim Essen zum zuhören genötigt wird. 

Das Theater/ Oper nicht so mein Ding sind, habe ich ja schon erzählt. Aber es gibt auch andere Shows, ohne Walgesang, ohne Harry Potter Dirigenten. Neulich hab ich mir die Fuerza Bruta angeschaut, das ist ein ganz schönes Spektakel, man ist mitten in der Bühne, mitten in der Show, ein wenig wie Cirque du Soleil nur mit mehr Action. 


Eine Skulptur gefällt mir allerdings, es ist der Denker. Für mich sieht er allerdings eher verzweifelt aus, wie er die Hände vor dem Gesicht hat… wie ich manchmal bei der Arbeit 🙈


Und manche Sachen sind zwar keine Kunst, aber trotzdem sehr unterhaltsam – z.B. Wenn jemand wegen Falsch Parken abgeschleppt werden muss – und es ein Polizeiauto ist 😆


Und Fußball. Fußball mögen die Argentinier. Ist ja auch ok… finde ich gut, dass sie dieses Interedde weiterbehalten. Man kann ja auch Spaß an einer Sache haben, selbst wenn man nicht zu den Besten zählt 😁⚽️ 🇦🇷 (Diese Meinung behalte ich allerdings hier ausnahmsweise mal für mich)


…………………….

Vom Regen überrascht, musste ich plötzlich Zuflucht suchen – das nächste Gebäude war das MALBA – welches ich mir eigentlich nur von außen anschauen wollte. Was soll’s, das MOMA in NY war ja wie gesagt schon ganz witzig.


Allerdings wurde ich etwas enttäuscht: es gab weder einen Ventilator, der aggressiv durch die Gegend pendelt, noch den drapierten Inhalt eines Staubsaugerbeutels. Aber klar, es gab andere tolle Sachen: einen schwarzen Schaumstoffstalaktiten der von der Decke hin… ein Gemälde dass ich „Der Fuß“ nennen würde. Unfug. 


Allerdings gab es auch viele Bilder zu den Menschenrechten und der Agrar-Revolution in Peru.


 Das war natürlich nicht lustig. Aber interessant. Immer taucht der Typ mit dem Dreieckshut auf. Den hab ich schon auf auf Grafittis gesehen. Google kennt den „Mann mit Dreieckshut“ allerdings nicht. Wer ist das?


Danach wurde es wieder lustiger, bunte skurrile Bilder und eine Polarlandschaft mit Robben. Da haben sie einfach ganz viele Styroporolatten in den Raum geschmissen und zwei Stoffrobben darauf gesetzt. Kunst. Klar.


Im oberen Stockwerk gab es eine Sonderausstellung- NY von früher. Das ist ja auch schön anzusehen, auch wenn dass natürlich rein gar nix mit Latinoamerica zu tun hat.


Grade wenn man denkt, die Bilder sind ausstellenswert, da findet man wieder ein Bild… viele Leute standen minutenlang davor… vor de „Pfütze auf dem Bürgersteig“ – im Ernst?!


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