San Marcos/Juan/Pedro La Laguna

Um den Lago Atitlan herum ganz gibt es viele Orte, die man mit dem Boot erreichen kann. 

San Marcos ist an sich eigentlich ganz hübsch, wäre es keine Hippie Hölle. Der seenahe Teil des Ortes wird von zotteligen, achselbehaarten Bleichgesichtern bevölkert, die auf der Suche nach spiritueller Erleuchtung, Reinigung oder sonstwas sind. Wie immer muss man aber nur ein paar Meter weitergehen und schon verschwindet der Kommerztrubel. 


Zwischen dem Müll am Strand spielen die Kinder im Wasser, die Frauen verlaufen Chorizo-Würstchen und die Männer sitzen in der Gegend rum und essen. Um die Halbinsel herum paddeln zwei alte Fischer in ihren Schaluppen und werfen immer wieder geduldig die Netze aus. Am Strand flog plötzlich was großes herum – das war kein Vogel, das war ein riesengroßer, gelber Schwalbenschwanz – da haben sogar die Mayanesen gestaunt. 


Als nächstes habe ich das Boot zu dem kleinen Ort San Juan genommen. Direkt am Pier lauern dort erstmal einige aggressive Souvenir-Verkäufer, aber je weiter man hoch in den Ort läuft, so ruhiger wird es. San Juan ist insbesondere für die Webearbeiten bekannt. Oben in der Nähe vom Marktplatz gibt es ein paar kleine Webstuben, in denen die Señoritas erklären, wie die Stoffe natürlich gefärbt und die Muster gewebt werden. Meine kleine Mayanesin war total freundlich, hat erklärt und dann nicht versucht, einem was aufzudrängen. Allerdings hat sie gleich ein paar Wollfäden ausgesucht, die mit ja gut stehen würden. Und das sah dann wirklich schön aus…ok.


 Heute morgen bin ich also wieder nach San Juan gefahren, um meinen Schal abzuholen, den die in der Zwischenzeit mit den gewählten Farben für mich gewebt haben. 10€ ist zwar recht teuer für Guatemala, aber das Geld geht wohl direkt an die Weberinnen…wollen wir mal hoffen dass die ganzen Zertifikate echt sind, aber lt. Google hat es schon seine Richtigkeit. 


San Pedro ist die totale Touristenhölle – zu den Souvenirläden gesellen sich die Tour Agencies die einem jeden Quatsch verkaufen wollen. Wie immer: schnell hoch zum Stadtkern, weg von den Halsabschneidern. Im Zentrum war grade Wochenmarkt- das war mit einer der schönsten. Die Frauen hatten ihre schönsten Trachten an, Omis haben sich zum Schnack getroffen und es gab die leckersten Früchte. Was für ein Kontrast in 400 Metern. 


San Pedro sieht nicht so arm aus wie die anderen Orte im Hochland, aber dennoch werden die Kleider im See gewaschen.

Mein Örtchen Santa Cruz hat weder Tour Agencies noch Souvenir Shops. Am Morgen bin ich hoch in den Ort gelaufen (denn auch hier wohnen die Gringos in den teueren Unterkünften am See). 


Oben ist es ein ganz normales Dorf. Die Menschen machen sich auf zur Arbeit, Mütter scheuchen die Kinder zur Schule, Jungs ärgern die Mädchen. Und alle fragen sich was die Ausländerin um 7 Uhr morgens in ihrem Dorf verloren hat 😉



Verbrechensbekämpfung wird hier übrigens groß geschrieben: In Panajachel sorgt das Polizei-Tuktuk für Recht und Ordnung.


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