Mendoza – Wine Country [Argentinien 🇦🇷 ]

In Argentinien könnte ich viele nicht posten, da das Internet zu lahm war, daher gibt’s jetzt immer mal wieder alte Geschichten aus dem Süden. 

Auf dem Weg zurück nach Chile von Argentinien habe ich noch einen Stopp in Medoza eingelegt. Mendoza ist das wichtigste Weinanbaugebiet in Argentinien, im Umland der relativ kleinen Stadt liegen mehr als 1.000 Weingüter!

Die wollte ich mir natürlich nicht nur anschauen, sondern natürlich auch testen. Am ersten Abend in Mendoza waren erstmal alle Straßen in der Stadt gesperrt, da die Wahl der Weinkönigin anstand. Da durften aber leider nur Einheimische mitmachen, so ein Mist. Jede größere Weinerei hat also ihr Wein-Mädel vorgeführt. Ganz schön viel Gewinke. Die Wahl der Königin sollte aber erst ein paar Tage später stattfinden, irgendeine von den Grinsbohnen wird es schon geworden sein.

Ab und an habe ich ja evtl. schonmal meine mangelnden Weinkenntnisse durchblicken lassen…nichtsdestotrotz schmeckt der mir ja ganz gut. Daher habe ich im Maipo-Valley in der Nähe von Mendoza erstmal ein paar Weingüter besichtig. Bei der Verköstigung wird natürlich so einiges von einem erwartet:

  1. Man muss mit dem Kennerauge die Weinfarbe begutachtet….ja dieser Wein hat ein wunderbares violett….oh dieser hat ein schönes rubinrot! Und je weniger der Rotwein durchblicken lässt, so besser oder intensiver schmeckt der wohl.
  2. Noch nicht trinken! Man schwenke das Glas! Aber Achtung! Nicht überschwappen. Schwenken kann ich mittlerweile ganz gut. Nach dem Schwenken tiiiiiief mit dem Riecher ins Glas…und alles was geht aus dem Traubensaft rausriechen! Ich erkenne eine Note Pflaume! Blaubeere! Ananas! (?!?), ich rieche Pfeffer, Schokolade….und ich denk schon wieder nur an den Zaubertrank von Alice im Wunderland. Ein kleiner Tipp: unauffällig das Etikett lesen, um Geruchspunkte zu sammeln!
  3. Noch nicht trinken! Wein in den Mund, überall im Mund verteilen…die Kenner würden dann ausspucken…das hat aber auf unseren Touren nun wirklich keiner gemacht, so viel Profi wollte dann noch niemand sein. Dann endlich trinken und weitere Geschmacksnoten erkennen! Wenn Wein so schmeckt wie schwarzer Tee, in dem der Teebeutel vergessen wurde, dann ist es ein ganz edler Tropfen, der evtl. in einem Eichenfass gereift ist, wenn man ganz guten Wein hat stammt das Faß sogar aus Frankreich!


Weine, die unten nicht flach sind sondern eine Delle haben kann kann man länger lagern. Carmenere kommt aus Chile, Malbeck aus Argentinien, und mit denen kann man eigentlich nichts falsch manchen Sind ja lokale Weine, da wird man schnell für einen Kenner gehalten, wenn man die bestellt. Und wenn man so ne Weinsorte nennen kann, wirkt das auch gleich viel professioneller als das reguläre „Tinto“!


Neben den Weinproben wird auch immer wieder gerne die Herstellung gezeigt, das gefällt mir, ist wie bei der Sendung mit der Maus. Zudem hatte ich Glück – war genau rechtzeitig zur Weinernte dort. LKW Ladungen mit Weintrauben wurden da bei den Weingütern angeliefert, dann werden die Trauben von dem Stiel getrennt. Dann passiert vieles mehr das man nicht sieht, und der richtig gute Wein wird ein paar Monate bis Jahre in riiiiiiiiesigen Weinfässern gelagert. Das Volumen ist in Hektolitern angegeben, einige Fässer haben ein Volum von 217HL, in Litern bedeutet das ganz, ganz viel Wein.


Besuchen kann man die Weingüter per Bus oder Fahrrad, ich habe beide Varianten ausprobiert 🙂 Die Radtour war besonders schön da wir perfektes Wetter hatten und ne nette Gruppe waren, am Horizont haben die 6000er der argentinischen Anden gegrüßt…wusste gar nicht , dass Argentinien so viele 6000er hat…kannte vorher nur Aconcagua und die Ojos de Salado…Auf so einer Weintour finde ich die Weingüter an sich auch ziemlich hübsch – die Weingüter geben ganz schön an mit ihren Gebäuden. 


In einem Weingut hat sich sogar der Inhaber für eine Weile zu uns gesetzt und erzählt, wie er zum Weinbrauen gekommen ist. Zum Glück hat er nicht an unserem oberflächlichen Wissen gekratzt. Der warmherzige Weinbauer ist übrigens noch zu haben, vielleicht schlage ich den mal bei RTL vor, ist allerdings Ü50 mit 4 erwachsenen Töchtern.


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