Rainbow Mountain – In den Regenbogenbergen

Gestern war ich wieder zu Besuch auf einem anderen Stern – diesmal ging es zu den Regenbogen-Bergen. Die Rainbow Mountains sind ein kleiner Gebirgszug in Peru in der Nähe des Ausangate Gletschers. Durch die verschiedenen Mineralien in den Gesteinsschichten sind die Berge bunt gefärbt – halt wie Regenbogen. Man startet auf ca. 4300m und geht über 8km hoch auf 5000m – mal schauen ob die zwei Tage in Cuzco gereicht haben, um mich an die Höhe zu gewöhnen, durch die letzten Wochen an der Küste dürfte ich meine ganze Akklimatisierung verloren haben…

Hier geht’s zu den Fotos

Morgens ging es brutalerweise schon um 3 Uhr los, da die Berge ca. 4 Stunden außerhalb von Cuzco liegen. Als um 6 Uhr morgens das Licht anging, waren wir schon mitten auf dem Land in den Bergen – in Peru sind Berge viel viel weniger besiedelt als in Ecuador und an den Hängen haben riesige Alpaka-Herden gegrast. Der Trailhead war für mich schon phantastisch, da wir von dort aus den fetten Ausangate Gletscher (6.354m) sehen konnten.

Man hatte auch die Möglichkeit, für 25€ mit einem Pferdchen zu den Regenbogenbergen hochzureiten…allerdings nicht sehr rasant und ich brauche etwas Bergtraining, da ich nächste Woche ja gerne auf den Misti klettern möchte – der ist 5.800m hoch, da sollte ich lieber fit sein. Der Trail war erstaunlich schön, zuerst haben wir ein kleines Tal durchquert, die Leute in dem Tal leben von den Alpakas, dementsprechend waren große Herden von flauschigen Alpakas in dem Tal unterwegs; die Häuser sind wieder die typischen peruanischen Häuser aus den selbstgetrockneten Lehmziegeln.

Am Ende des Tals kam ein kleiner Pass und dahinter konnte man in der Ferne schon die bunten Gipfel sehen. Irgendwas passiert immer mit mir, wenn ich einen Gipfle sehe, dann gibt es immer einen extra Turbo. Ich hatte ja zuerst Angst, dass ich Probleme mit der Höhe bekomme, aber es war echt kein Problem. Ein paar der Pferdchen waren zwar schneller als ich, aber ich bin glücklicherweise immer noch fit, schnell hatte ich die meisten Leute hinter mir gelassen – laufen kann ich wohl.

Es war echt ein perfekter Tag, zwei Tage zuvor hatte es noch geschneit, aber wir hatten Sonnenschein, so dass ich sogar auf T-Shirt laufen konnte. Noch ein letzter Pass am Ende und schon stand ich vor dem Regenbogenberg – schon krass, wenn etwas in echt so schön aussieht wie auf den Bildern, die man sich seit Wochen angesehen hat 🙂

Es war nicht alleine der V-förmige Rainbow-Mountain, das ganze Tal, das zur rechten liegt ist bunt und bunt gestreift, richtig schön aber nicht ganz real. Auf dem Gipfel sauste einem zwar der Wind um die Ohren, aber es war einfach wunderschön. Ich verstehe ja immer nicht, wie die Leute ihr Foto schießen und dann wieder zurück laufen…wir waren mit die ersten auf dem Gipfel und wurden erst durch eine Hagelwolke verscheucht, mit ein paar warmen Klamotten kann man es sehr gut aufhalten.

Als die Hände vom Fotografieren kalt geworden sind, kam ein kleiner Hund angelaufen und wollte gestreichelt werden, das war sehr gut denn dann werden die Hände auch wieder warm 🙂

Eine andere Gruppe hatte die cusconesische Flagge dabei, die sehr passend eine Regenbogenfahne ist. Haben uns die mal kurz ausgeliehen, so hatten wir Bilder mit der Regenbogenfahne auf dem Rainbow-Mountain, könnte ja kaum kitschiger sein 😉

Nach einigen Stunden in den Bergen ging es dann wieder zurück, zurück in Cusco war ich sehr k.o. Aber happy….allerdings zu müde um noch Essen zu gehen…zum Glück hatte ich noch ne Tafel Schokolade, eine der Besten die ich hier bisher hatte 🙂


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