Baños – Rafting, Schaukeling, Biking

Bin jetzt seit zwei Tagen in Banos, heute ist glaub ich Sonntag. Hier sind ausnahmsweise auch mal ein paar andere Reisende in den Hostels, ist aber auch kein Wunder da der Ort recht touristisch ist. Hier gibt es ca. 18.000 Einwohner und bestimmt 50 Tour Agencies die einem alles mögliche an Aktivitäten andrehen möchten.

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Allerdings habe ich hier gestern erstmal einen Tag Pause gemacht, so ein Gipfel zehrt dann doch ein wenig an den Kräften, zudem war es schön mal wieder etwas zu skypen. Nachmittags bin ich nur ein wenig durch den Ort gelaufen und hab geschaut was ich die nächsten Tage so mache. Gibt halt recht viele Touri-Aktivitäten hier (Rafting, Canyoning, Reiten, Radtour…) werde hier also wohl ein paar Tage verbringen können.

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Am Nachmittag wollte ich erst zu der heißen Quelle, allerdings war das Wetter dann so schön dass ich doch lieber ein paar Meter den Hügel zu einem Vulkan-Aussichtspunkt hochgelaufen bin….allerdings waren es sehr viele Meter, meine armen Beine konnten das noch nicht so gut haben. Zudem war der Vulkan in einer Wolke versteckt, werde da wohl nochmal hoch müssen…

Heute sollte es eigentlich regnen, daher bin ich zum Raften gegangen, da wird man ja eh nass. Ein paar Abschnitte waren ganz nett, ansonsten war es aber nicht zu wild das Wasser. Aus dem anderen Boot sind trotzdem ein paar Leute rausgefallen, die wir gerettet haben.

Zurück beim Hostel ist unser Boot noch etwas durch die Stadt gelaufen….die verkaufen hier Teufelszeug vor unserer Haustür, Zuckerrohrsaft mit viel zu viel Schnaps, igitt. Naja kostet aber nur nen Dollar. Die Franzosen wollten hier unbedingt Cuy probieren….hab gesehen dass die das hier beim Markt verkaufen…es muss am Schnappes gelegen haben, hab auch ein Stückchen probiert…ein bisschen wie Spanferkel, ist ja auch ein Schweinchen…Meerschweinchen…man sah sogar noch die Zähne und die haarigen Füße 😦

Abends waren wir noch bei den heißen Quellen, da es hier noch einen aktiven (derzeit aber stillen) Vulkan gibt haben die hier viel heißes Wasser. Die Bäder sind draußen direkt neben einem Wasserfall der nachts sogar wunderbar kitschig beleuchtet ist. Für einen Dollar kann man sich auch noch ne Matschpackung ins Gesicht schmieren lassen und in den Bädern sind Badekappen Pflicht, da sahen wir alle phantastisch aus. Meine Favoriten waren die Franzosen mit den pinken Badekappen vor dem grün beleuchteten Wasserfall 😉 Der ganze Eintritt zu den Bädern kostet nur 2$ (Ecuador hat USD als Währung), das ist schon ziemlich toll, werde ich wohl nochmal hingehen.Banos ist echt ganz nett, hier kann man viel machen und es ist alles nicht teuer, werde hier wohl noch ein paar Tage bleiben 🙂


Jetzt ist es schon wieder einige Tage später, die letzten Tage waren echt cool da hier endlich mal etwas los ist, die ersten Tage in Ecuador waren schon etwas einsam, aber das kommt wohl mal vor wenn man allein unterwegs ist. Am Montag wollte ich erst mit den Franzosen ausreiten gehen, sind dann aber doch mit der Rafting Truppe zum Casa de Arbol gegangen – dort steht „The swing at the end of the world“, die man schon 1000x bei Facebook gesehen hat. Ein kluger Ecuadorianer hat nämlich oben auf dem Berg eine Schaukel hingestellt, die ins nichts schaukelt und verdient sich damit dumm und dusselig (kostet aber nur 1USD p.P.). Ist aber wirklich schön dort, leider hatten wir ein paar Wolken und dadurch keinen Ausblick auf den Vulkan Tungurahua (derzeit nicht aktiv, trotzdem gibt es überall Fluchtwege, just in case).

Danach haben wir uns zum Essen gesplittet…oh my, ich war dann mit zwei Deutschen unterwegs, mega umständlich! Wenn man sich nicht entscheiden kann, wo man Essen möchte (neee darauf keine Lust, neeee das sieht nicht schön aus, neee das ist zu teuer…) kann man es sich mit mir schon verscherzen 😉 Bin dummerweise abends noch mit denen ins Bad zu den heißen Quellen gegangen, es wurde nicht besser denn die beiden Mädels waren Prinzessinnen (Ahhh in welcher Farbe soll ich die Badekappe nehmen? Ahhh wie das aussieht…ohhh guck mal da gibt es auch eine in Rosa aber das steht mir nicht….why is the water so disgusting [halt Quellwasser mit Mineralien etwas milchig]….) Und nix los bei denen im Oberstübchen, dabei studieren die Medizin! Das finde ich sehr bedenklich.

Najaaa mitgehangen, mitgefangen, am Mittwoch sind wir dann noch mit Fahrrädern die Routa der Cascada, die Straße der Wasserfälle lang gefahren. Ich hab hier einen guten Fahrradverleih empfohlen bekommen der von den anderen allerdings abgelehnt wurde,die Fahrräder sahen nicht gut aus. Na gut, haben die halt nen besseren gesucht, mir eigentlich auch egal. Allerdings hat der eine Deutsche nach 20 Minuten Fahrt sein Hinterrad verloren, da haben wohl echte Profis die Qualität der Fahrräder beurteilt 😉 Nach dem Fahrradtausch war es dann aber wirklich eine schöne Radtour und es war auch nicht so prinzessinnenhaft wie ich befürchtet hatte. Entlang der Fahrradstrecke kommt man an einigen Wasserfällen vorbei, zu einem musste man durch Gebüsch laufen und etwas über Steine klettern – cool, allerdings lag später eine tote Schlange auf der Straße…hatte nicht so auf dem Schirm dass wir hier ja nicht mehr über 3000m sind und es wohl auch mal Viecher geben kann, wäre dann ggf. nicht durch Gebüsch gelaufen 😉 Die kleinen Wasserfälle fand ich sehr schön, der bekannteste Pailon del Diablo war allerdings seeeehr touristisch und verbaut, da mochte ich die anderen lieber. Allerdings gab es dort leckeres Eis, u.a. auch Cerveza-Eis  warum gibt es das eigentlich nicht in Deutschland?

Zurück nach Banos fährt man dann in der Ladefläche von einem Kastenwagen, das ist aber total sicher da die da ne Holzbank reingestellt (nicht festgeschraubt) haben. Im gleichen Transporter waren noch zwei Mädels die mich schon beim Wasserfall angestarrt hatten…strange! Ach ne, doch nicht, stellte sich raus dass wir in Trujillo im gleichen Hostel waren, kleine Welt 🙂 Die Franzosen sind jetzt abgereist, dafür habe ich eine nette Amerikanerin als Mitbewohnerin bekommen, war abends noch mit der und einer Holländerin, die jetzt als Ranger in Neuseeland arbeitet essen. Ranger ist bestimmt auch ein cooler Job 🙂


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