Ecuador!

Bin gut in Ecuador angekommen! Zwar anders als geplant, aber in einem Stück 🙂 Das erste Stück lief wie geplant mit dem Bus acht Stunden von Trujillo nach Piura,wir hatten sogar WLAN im Bus. Der Bus ist dann eine halbe Stunde früher als geplant angekommen, auch nicht schlimm. Mit dem Taxi sind wir dann zur nächsten Busgesellschaft gefahren, die aber erst um 6:30Uhr aufgemacht hat – mussten dann ne Stunde im Dunkeln darum sitzen…alleine wäre das etwas komisch gewesen.

Als die Busgesellschaft dann geöffnet hat, haben sie uns mitgeteilt dass der 9 Uhr Bus von Piura nach Loja nicht mehr fährt, erst der 13h Bus….na toll sieben Stunden warten ist natürlich blöd. Plan B war dann, anstatt mit dem direkten Bus der an der Grenze schön auf einen wartet selber irgendwie Stück für Stück nach Ecuador vorzudringen – besser als sieben Stunden warten.

Als erstes sind wir dann mit einem Klapperbus zwischen Bohnensäcken zwei Stunden lang in Richtung La Loma gefahren. La Loma hört sich für mich wie Oh La Paloma an, daher hat mich die ganze Fahrt lang ein Ohrwurm begleitet. Im La Loma standen nur ganz viele Tuk-Tuks am Busbahnhof, von denen wurde uns allerdings abgeraten, man sollte lieber nach einem richtigen Autotaxi suchen…gab es nicht – dafür aber einen Collectivo, der bis nach Macara in Ecuador fährt – genauso gut da billiger!

Also rein in den Collectivo, los in Richtung Grenze…da ich im Nachtbus nicht viel geschlafen habe bin ich zwischendurch eingenickt….und grade rechtzeitig aufgewacht, als wir an der peruanischen Grenze vorbeigefahren sind – hey! Ich muss doch ausreisen! Ja gut aussteigen und zum Grenzposten zurücklaufen…Ausreise hat dann bei mir ganz gut geklappt, Kolumbien musste Strafe bezahlen da er den Immigration-Zettel weg geworfen hatte – das scheint ja gängiger zu sein als man meint 😉

Unser Grenzübergang hieß übrigens La Tina – kein Wunder dass ich mir den ausgesucht habe. Zudem ist der Übergang besonders sicher. Ecuador und Peru sind hier nur durch eine Brücke über einen Fluss getrennt. Nachdem man dann aus Peru ausgereist ist läuft man mit Sack und Pack über die Brücke zum ecuadorianischen Grenzhäuschen und meldet sich da dann an. Zwischendurch ist man 50m aufenthaltslos. Hinter dem Grenzposten warten gleich Taxis – und die dreistündige Fahrt von Macara nach Loja hat sage und schreibe 10USD pro Nase gekostet – und das in einem ordentlichen Auto.

Insgesamt ist Ecuador sowieso viel viel ordentlicher als Peru – die Häuser sind zu ende gebaut, die Fassaden gestrichen, kaum Viecher auf der Straße, kaum Müll, neuere Autos, denen scheint es wohl etwas besser zu gehen. In Loja angekommen, war es wirklich Zeit zu essen (KEIN richtiges Abendessen, KEIN richtiges Frühstück, KEIN Mittagessen – zu meiner Laune brauch ich wohl nicht viel sagen). Allerdings ist ja heute Sonntag, und Sonntags ist hier einfach mal ALLES geschlossen, wie eine Geisterstadt! Ich hab schon sowas geahnt als mich der Papst an der Rezeption aus dem Bilderrahmen anschaute. Nach einer ¾ Stunde haben wir aber endlich doch einen Laden gefunden, der Nahrungsmittel verkaufte – und die waren dann auch noch unheimlich nett und haben wir extra einen vegetarischen Quesadilla gemacht, wenn auch ohne Käse 🙂

Morgen geht es nochmal 5 Stunden mit dem Bus weiter nach Cuenca, dort ist dann hoffentlich etwas mehr Action angesagt….5 Tage seit dem letzten Gipfel, ich brauche wieder Auslauf, ich hoffe auf Kletterfelsen und schnelle Pferde zum ausreiten 🙂


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s